Wort zum 1. Mai

Meine Lieben,

morgen ist schon wieder der 1. Mai.
In „Rest-Deutschland“ wird an diesem Tag „Josef der Arbeiter“ verehrt und im Zusammanhang damit der „Tag der Arbeit“ begangen.
Wir in Bayern feiern am 1. Mai das Fest „Maria, Patrona Bavariae – Maria, Schutzfrau Bayerns“. Kurfürst Maximilian I. stellte 1616 das Bayerische Volk unter den besonderen Schutz Mariens. Von der Mariensäule vor seiner Residenz aus wurden früher alle Wege und Straßen in Bayern gemessen. Auf die Bitte König Ludwigs III. hat Papst Benedikt XV. dann 1916 dieses Fest eingeführt und den Ehrentitel „Maria, Schutzfrau Bayerns“ bestätigt.
Als unsere Patronin bitten wir Maria um ihren Schutz für die Kirche, den Glauben und die Menschen unserer Heimat – gerade auch in diesen schweren Zeiten der Corona-Krise.
Mit einem feierlichen Gottesdienst um 19.00 Uhr in der Neuenschwandner Pfarrkirche werde ich morgen dieses Fest feiern und zum Abschluss – als einmalig im ganzen Kirchenjahr – auch die Bayern-Hymne anstimmen.
Normalerweise war an diesem Tag auch die Fahrzeugsegnung in Neuenschwand geplant. Diese müssen wir leider auf einen späteren Termin verschieben.

Zur Verehrung der Gottesmutter Maria im „Marien-Monat“ Mai lade ich Sie alle ganz herzlich ein.
In unseren Kirchen wurden wieder die Marienstatuen mit Blumen und Kerzen als „Maialtar“ geschmückt. Ein großes „Vergelt’s Gott“ allen, die daran beteiligt waren!
Normalerweise kommen wir auch im Mai vor diesen geschmückten Marien-Bildern zusammen zur Maiandacht. Inwieweit dies in diesem Jahr möglich ist, werden wir noch besprechen und dann entscheiden.
Aber ich lade Sie ganz herzlich ein, auch zuhause in Ihrer Wohnung einen „Maialtar“ aufzubauen. Nehmen Sie dazu ein Bild oder eine Statue der Gottesmutter, stellen Sie Blumen und Kerze(n) dazu und kommen Sie auch mit Ihrer Familie als „Hauskirche“ öfter zum gemeinsamen Gebet davor zusammen.
Im Anhang finden Sie zwei Gebetsvorschläge für den morgigen 1. Mai und zudem eine Maiandacht für einen der kommenden Tage. Auch im Gotteslob finden wir eine Marienandacht und viele Marien-Lieder (Nr. 935; Nr. 676/4).

Liebe Grüße und alles Gute und beachten Sie bitte weiterhin die Abstandsregel
Ihr Pfarrer Johann Trescher

PS: Geht der Feriengast zum Friseur, um sich rasieren zu lassen. Er erschrickt, als der Friseur in den Seifentopf spuckt und sagt: „Sie haben aber Manieren!“ – Sagt er: „Regen Sie sich nicht auf! Bei Einheimischen spucke ich gleich ins Gesicht.“


Hausgottesdienst Maria, Schutzfrau von Bayern 1. Mai 20

Der folgende Hausgottesdienst ist eine Möglichkeit, sich mit der Gemeinschaft der Glaubenden im Gebet zu vereinen. Sie können ihn alleine oder mit allen, die zu Ihrer Hausgemeinschaft gehören, feiern. Stellen Sie ein Marienbild auf oder versammeln Sie sich vor einem solchen. Sorgen Sie für eine gute Gebetsatmosphäre. Wenn Sie möchten, können Sie auch die vorgeschlagenen Lieder singen. Hierzu brauchen Sie das Gotteslob.
ERÖFFNUNG Zu Beginn kann das Lied „Maria, Maienkönigin“ – GL 865 gesungen werden.
Kreuzzeichen V Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
A Amen.
Gebet V Gütiger Gott, du hast allen Menschen Maria zur Mutter gegeben; Wir verehren sie in besonderer Weise als Schutzfrau unseres Landes. Bewahre uns unter ihrem mütterlichen Schutz vor jedem Angriff des Bösen und gib, dass wir ohne Furcht Dir in Heiligkeit und Gerechtigkeit dienen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn. A Amen. (MB – Eigenfeiern 11)

SCHRIFTLESUNG
L Aus dem Evangelium nach Johannes. Joh 2,1-11
Am dritten Tag fand in Kana in Galiläa eine Hochzeit statt und die Mutter Jesu war dabei. Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen. Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Jesus erwiderte ihr: Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut! Es standen dort sechs steinerne Wasserkrüge, wie es der Reinigungssitte der Juden entsprach; jeder fasste ungefähr hundert Liter. Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis zum Rand. Er sagte zu ihnen: Schöpft jetzt und bringt es dem, der für das Festmahl verantwortlich ist! Sie brachten es ihm. Dieser kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Er wusste nicht, woher der Wein kam; die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es. Da ließ er den Bräutigam rufen und sagte zu ihm: Jeder setzt zuerst den guten Wein vor und erst, wenn die Gäste zu viel getrunken haben, den weniger guten. Du jedoch hast den guten Wein bis jetzt aufbewahrt. So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit und seine Jünger glaubten an ihn.

BETRACHTUNG
„Tut, was er euch sagt!“ So spricht Maria zu den Dienern bei der Hochzeit zu Kana. Tun was der Herr sagte, das war das Leitwort ihres eigenen Lebens. Papst Benedikt XVI. führte dazu in einer Predigt aus: „Das ist also das Geschenk und die Verpflichtung für jeden von uns: auf Christus hören, wie Maria. Auf ihn hören in seinem Wort, das in der Heilige Schrift verwahrt ist. Auf ihn hören auch in den Ereignissen unseres Lebens und versuchen, darin die Botschaften der Vorsehung zu erkennen. Schließlich auch in den Brüdern und Schwestern auf ihn hören, vor allem in den Kleinen und in den Armen, in denen Jesus selbst konkret um unsere Liebe bittet. Auf Christus hören und seiner Stimme gehorchen: Das ist der Königsweg, der einzige, der zur Fülle der Freude und zur Liebe führt.“ (Angelus, 12. März 2006)

ANTWORT IM GEBET
V Sei gegrüßt, Maria, Fürsprecherin bei Gott. Du bist die Patronin unseres Landes. Vertrauensvoll wenden wir uns an dich:
V Für unseren Papst Franziskus, für unseren ernannten Bischof Bertram und für alle Bischöfe,
A steh du für sie ein.
V Für die Priester und Diakone,
A steh du für sie ein.
V Für alle Ordensleute,
V Für alle Frauen und Männer, die sich für die Kirche einsetzen,
V Für alle, die nach ihrer Berufung fragen,
V Für alle, die sich auf die Feier der Sakramente vorbereiten,
V Für alle Menschen, die glauben möchten,
V Für alle, die in unserem Land Verantwortung tragen,
V Für alle, die durch ihre Schaffenskraft anderen dienen,
V Für alle, die keine Arbeit haben,
V Für unsere Familien,
V Für alle Kinder und Jugendlichen,
V Für die Kranken,
V Für alle, die Leid zu tragen haben,
V Im Bemühen, den christlichen Glauben weiterzugeben,
A bitt Gott für uns, Maria.
V In der Suche nach dem richtigen Weg für die Kirche
A bitt Gott für uns, Maria.
V In der Sorge um die Einheit der Christen
V Im Bemühen um den Frieden in unserem Land
V Im Kampf um Gerechtigkeit für alle Menschen
V Im Dienst an den Schwachen und Kranken
V Im Ringen um Versöhnung
V Im Einsatz für die Bewahrung der Schöpfung
V In allen unseren persönlichen Anliegen und Sorgen
V Allmächtiger, ewiger Gott, du hast uns in Jesus Christus deine Herrlichkeit gezeigt und uns Maria geschenkt als Vorbild des Glaubens und der Hoffnung.
A Voll Freude danken wir dir in diesen österlichen Tagen und rühmen das Werk deiner Gnade.
V Von Maria lernen wir, dich über alles zu lieben.
A Ihr Beispiel ermutigt uns, dein Wort zu betrachten und den Brüdern und Schwestern zu dienen.
V Du hast Maria aufgenommen in die Herrlichkeit des Himmels. Sie tritt bei dir für uns ein.
A Darum preisen wir dich in österlicher Freude und bitten dich: Bewahre uns auf ihre Fürsprache vor allem Bösen. Schenke uns dein Erbarmen in dieser Zeit und stärke uns in der Hoffnung auf die Herrlichkeit. (Gotteslob 899,5)

SEGENSBITTE
V Gott, du hast uns Maria als Helferin und Fürsprecherin gegeben. Gewähre uns auf ihre Fürbitte stets deine Führung und deinen Schutz und wende unsere Herzen zu dir. Auf ihre Fürsprache sei mit deinem Segen alle Tage bei uns.
A Amen.
Das Lied „Maria, Himmelskönigin“ – GL 867 kann die Feier abschließen.

Hausgebet am 1. Mai – Maria „Schutzfrau Bayerns“

Wir entzünden eine Kerze am Tisch. Evtl. stellen wir eine Marienfigur oder ein Marienbild dazu und Blumen.

  • Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Lied: Maria, dich lieben (GL 521,1+3)

  1. Maria, dich lieben ist allzeit mein Sinn; / dir wurde die Fülle der Gnaden verliehn. / Du Jungfrau, auf dich hat der Geist sich gesenkt; / du Mutter hast und den Erlöser geschenkt.
  2. Du Frau aus dem Volke, von Gott ausersehn, / dem Heiland auf Erden zur Seite zu stehn, / kennst Arbeit und Sorge ums tägliche Brot, / die Mühsal des Lebens in Armut und Not.

Hinführung

Den Monat Mai nennen wir Marienmonat. In Bayern beginnt dieser Monat mit dem Fest „Maria – Schutzfrau Bayerns“.

Wenn mich jemand in Schutz nimmt, dann hält er zu mir. Wenn mir jemand Schutz bietet, dann meint er´s gut mit mir. Wenn mich jemand beschützt, dann gibt er acht auf mich.

Der Evanglist Johannes erzählt uns vom ersten Wunder, das Jesus gewirkt hat. Maria spielt dabei eine besondere Rolle. Sie ist diejenige, die acht gibt, es gut meint …

Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

Einmal war eine Hochzeit. Jesus und seine Freunde waren zur Hochzeit eingeladen. Maria, die Mutter von Jesus, war auch zur Hochzeit eingeladen. Die Gäste tranken viel Wein. Auf einmal war der Wein leer. Die Hochzeit war aber noch nicht zu Ende. Maria sagte zu Jesus: Die Gäste haben keinen Wein mehr zu trinken. Jesus sagte zu seiner Mutter: Was soll ich denn tun? Ich muss jetzt noch nichts machen. Maria aber sagte zu den Kellnern: Tut alles, was Jesus euch sagt. Jesus ging zu den Kellnern. Bei den Kellnern standen 6 große Fässer. Die Fässer waren leer. Jesus sagte zu den Kellnern: Macht alle Fässer mit Wasser voll. Die Kellner taten, was Jesus sagte. Die Kellner füllten die Fässer voll mit Wasser. Jesus sagte zu den Kellnern: Nehmt nun ein Glas Wasser aus den Fässern. Der Koch soll das Wasser probieren. Der Koch probierte das Glas mit Wasser. Aber das Wasser war kein Wasser mehr. Das Wasser war guter Wein geworden. Der Koch sagte zum Bräutigam: Der neue Wein schmeckt viel besser als der erste Wein. Dieses war das erste Wunder, das Jesus getan hat. Das Wunder war ein Zeichen, dass Jesus von Gott kommt. Die Freunde von Jesus glaubten, dass Jesus wirklich von Gott kommt. (Johannes 2,1-11)

Impuls

Jesus wirkt sein erstes Wunder. Und was erfahren wir über Maria? – Maria sieht die Not des Brautpaares. Sie macht Jesus darauf aufmerksam. Und sie weiß, dass Jesus helfen kann. Deswegen sagt sie zu den Kellnern: Tut alles, was Jesus euch sagt.

Maria schaut auch auf uns. Sie sieht unsere Notlagen. Und sie bittet mit uns und für uns bei Gott. Darum wird sie als Schutzfrau Bayerns bezeichnet. Maria macht uns aber auch Mut: Vertraut auf Gott! Vertraut auf Jesus! Hört auf das, was Jesus sagt.

Lied: Lobet und preiset, ihr Völker (GL 408)

Lobet und preiset, ihr Völker den Herrn; / freuet euch seiner und dienet ihm gern. / All ihr Völker, lobet den Herrn.

Bitten

Herr Jesus Christus, Maria hat dir vertraut. Sie ist für uns ein großes Vorbild. In ihr hast du uns eine Fürsprecherin gegeben. Zusammen mit ihr bitten wir dich:

V Für alle Kinder und Jugendliche, besonders für diejenigen, die Gewalt erleiden – A Wir bitten dich, erhöre uns.

V Für die Menschen, die nicht beachtet und ausgegrenzt werden. V Für die Menschen, die keine Wohnung haben. – A …

V Für die Menschen, die ihren Arbeitsplatz verloren haben. – A … V Für die Menschen, die krank sind und Schmerzen haben. – A … V Für die Menschen, die auf der Flucht sind. – A …

Es können noch eigene Bitten angefügt werden.

Vater unser

Mariengruß

Wir grüßen Maria, die Mutter Jesu:

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Segensgebet

Guter Gott, lass uns wie Maria dir vertrauen und auf dich hören. Behüte und begleite uns. + Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Lied: Segne du, Maria (GL 535,1+2)

  1. Segne du, Maria, segne mich, dein Kind, / dass ich hier den Frieden, dort den Himmel find! / Segne all mein Denken, segne all mein Tun, / lass in deinem Segen Tag und Nacht mich ruhn! / Lass in deinem Segen Tag und Nacht mich ruhn!
  2. Segne du, Maria, alle, die mir lieb, / deinen Muttersegen ihnen täglich gib! / Deine Mutterhände breit auf alle aus, / segne alle Herzen, segne jedes Haus! / Segne alle Herzen, segne jedes Haus!